Analog Barometer

Analoge Barometer

 

Bei analogen Barometern, auch Dosenbarometer oder Aneroidbarometer genannt, wird ein dosenartiger Hohlkörper aus einem dünnen Blech durch den Luftdruck verformt. In der Dose herrscht ein Restdruck von ungefähr 5 mbar (= 5 hPa = 500 Pa), der die Veränderung des Elastizitätsmoduls des Blechs durch die Temperatur kompensiert.
So ein Hohlkörper wurde nach seinem Erfinder Lucien Vidie (1805–1866) auch Vidie-Dose genannt. Ab 1881 gab es mit Gotthilf Lufft auch in Deutschland den ersten Hersteller für Dosenbarometer, welcher die Vidie-Dose weiterentwickelte und 1909 als sein eigenes Patent anmeldete.
Hochwertigere Barometer oder Barographen benutzen einen Stapel von bis zu acht solcher Dosen übereinander, um die Empfindlichkeit der Messung zu steigern. Über eine Mechanik wird diese Formänderung bei steigendem Luftdruck eine Verdichtung sowie bei sinkendem Luftdruck eine Ausdehnung auf einen Zeiger übertragen.
Ein größeres Problem hierbei ist die Temperaturempfindlichkeit von einem solchen Systems. Die Bestandteile der Dose zeigen eine thermische Volumenausdehnung und für ihren Bau müssen daher spezielle Legierungen verwendet werden, bei denen mehrere Komponenten sich nach ihrem Temperaturverhalten gegenseitig kompensieren und auf diese Weise den störenden Effekt der Wärmeausdehnung verringern, wobei es trotzdem temperaturbedingte Messfehler gibt. Druckmikrofon und Höhenmesser arbeiten ebenfalls nach dem selben Prinzip.

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