Das Barometer - Eine große Erfindung

 

Barometer Welt erläutert Ihnen die Funktionsweise und die Geschichte des Barometers. Verschiedene Arten von Barometern werden in detaillierten Rubriken erklärt, welche mit diversen Bildern und Beschreibungen ausgestattet sind. Von analogen Barometer, digitalen Barometer, Flüssigkeits BarometerSturmglas Barometer, mobilen Barometer oder Uhren Barometer ist alles vertreten. Aktuelle Bestseller, Trends und Schnäppchen runden das Angebot ab. So und nun viel Spaß beim Durchstöbern von Barometer Welt.

Funktion eines Barometers

Ein Barometer ist ein Messgerät, welches zur Bestimmung des statischen Absolut-Luftdrucks verwendet wird. Der Begriff Barometer wurde erstmals 1665/1666 durch den irischen Naturforscher Robert Boyle eingeführt. Wenn es für meteorologische Zwecke eingesetzt wird, zeigt es einen virtuellen Wert an, der dem aerostatischen Luftdruck auf Meereshöhe entsprechen würde. Es kann auch indirekt zur Höhenmessung eingesetzt werden. Eine Weiterentwicklung des Barometer ist der Barograph, der die zeitliche Entwicklung des Luftdrucks an einem bestimmtern Ort schriftlich oder elektronisch festhält. Eine Weiterentwicklung des Barometer ist das Mikro Barometer, welches in der Lage ist, auch winzige Luftdruckunterschiede zu messen.

Barometer werden meistens in der Meteorologie verwendet und gehören dort als Standardinstrument zu fast jeder Wetterstation dazu. Da der Luftdruck mit der Höhe immer weiter abnimmt, dienen sie auch als Höhenmesser (Altimeter) zum Beispiel in Flugzeugen. Wird nicht der Luftdruck in der Erdatmosphäre, sondern ein künstlich erzeugter Überdruck oder Unterdruck gemessen, so spricht man von einem sogenannten Manometer. Ein weiteres ähnliches Gerät ist das Variometer, welches über die Veränderung des Luftdruckes eine Höhenänderung anzeigt. Der Verlauf einer Luftdruckänderung wird mit einem Barograph aufgezeichnet.

Meistens werden Barometer in den mittleren Breitengraden als Wetteranzeiger verwendet, da sich Luftdruckänderungen und schlechtes Wetter beziehungsweise gutes Wetter hier gegenseitig teilweise beeinflussen. Der Grund dafür ist, dass ein Frontendurchzug von dynamischen Tiefdruckgebieten eine typische Luftdruckänderung zur Folge haben. Ein steigender Luftdruck wird dabei als Zeichen für schönes Wetter und ein fallender Luftdruck im Gegensatz dazu als ein Zeichen für schlechtes Wetter interpretiert. Da dieser Trend jedoch nur in bestimmten Fällen meteorologisch zutreffend ist und auch Schlechtwetterereignisse mit einem steigenden Luftdruck verbunden sein können, stellen diese nur eine relativ grobe Wettervorhersage dar.

Für Lehrzwecke ist am Meteorologischen Institut der Ludwig-Maximilians Universität München ein 10 m hohes Wasserbarometer errichtet. In ihm kann auch der Einfluss des Dampfdruckes im Raum über der Wassersäule gezeigt werden.

Wegen seiner Verwendung zur Wettervorhersage werden auch noch andere Prognoseinstrumente umgangssprachlich als Barometer bezeichnet. So ist die Rede vom Börsen Barometer (zur Vorhersage von Aktienkursen) oder vom Wahl Barometer (zur Vorhersage der Stimmabgabe).

 

Geschichte des Barometers

Zur Zeiten Galileis, etwa 1635, wurden die Ingenieure und Brunnenbauer von Florenz beauftragt, umfangreiche Bewässerungsanlagen in den Gärten des Palastes zu bauen. Sie installierten diverse Saugpumpen, stellten aber fest, dass diese nicht in der Lage waren, Wasser in eine Höhe von ca. 10 Meter anzusaugen. Galilei wurde eingeschaltet und beschrieb dieses Problem 1638 in seinen Discorsi e dimostrazioni matematiche, aber er starb 1642, ohne die Gelegenheit eine Lösung für dieses Problem gehabt zu haben. Galilei korrespondierte darüber 1630 mit Giovanni Battista Baliani, der ein Wasser-Barometer baute.

E. Torricelli erbaute im Jahre 1643 das erste Quecksilber Barometer. Diese Messgeräte bestanden jeweils aus einem mit Quecksilber gefüllten senkrechten Rohr, welches am oberen Ende luftdicht verschlossen war. Das untere Ende tauchte in ein Barometer Gefäß, das ebenfalls mit Quecksilber befüllt war. Durch sein Eigengewicht floss das Quecksilber aus dem Rohr, wobei am oberen Ende ein Unterdruck entstand. Der Luftdruck wirkte dabei über ein Luftloch im Gefäß diesem entgegen, so dass die Quecksilbersäule je nach dem aktuellem Luftdruck am Messort, bei einer bestimmten Höhe zur Ruhe kam.

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